Darf es etwas mehr sein? Die kleine EMTB-Kaufberatung

Des Einen Wahl, ist des Anderen Qual! Das Angebot an Mountainbikes mit dem großen „E“ wächst rasant. Und während sich mancher Bikeveteran lustvoll auf Vergleichsberichte stürzt und seine Liebste jedes Wochenende in einen neuen Bikeshop schleppt, treibt die riesige Auswahl gerade Unerfahrenen die Schweißperlen ins Gesicht. Damit die bunte Vielfalt nicht in völliger Desorientierung mündet, solltest Du Dir als Neuling vorab die alles entscheidende Frage stellen: Wieviel Mountainbike brauche ich eigentlich an meinem Ebike? 

Steht der Kauf eines E-MTBs an, solltest Du Dir zunächst einmal überlegen, wo das gute Stück denn bewegt werden soll. Bei der Auswahl des Biketyps kannst Du Dich getrost an den konventionell betriebenen Modellen orientieren. Ein Beispiel: Du willst in erster Linie Forstwege und eher flowige Trails erkunden, gelegentlich mal eine längere Fahrradtour einstreuen oder zur Arbeit pendeln? Dann sollte ein Hardtail, gegebenenfalls mit einer Feder- oder Remotestütze nachgerüstet, locker reichen. Ist vergleichsweise günstig, schult die Fahrechnik und kann unter diesen Umständen genausoviel wie ein Fully. Eigentlich mehr – das weiß jeder Endurist, der ohne Motorunterstützung schon einmal ein Familienwochenende auf dem Radweg bestreiten durfte – na dankeschön! Die ganze Fuhre wippte, die breiten und grobstolligen Reifen walkten und die gechillte Geometrie ließ Dich bergauf langsamer vorankommen als Lieschen Müller auf Ihrem Holland-Rad. Wobei: Das war ja früher! Moderne E-Fullys haben nämlich einen erstaunlichen breiten Einsatzbereich. Vom Wochenendausflug über die Waldautobahn bis zum Bikepark ist alles drin – Kraft im Überfluß und Lockout machen jeden Anstieg erträglich und Bergabperformance wird endlich nicht länger durch schlechtes Klettervermögen erkauft.

Moderne E-Fullies wie das Trek Powerfly 9.7 bieten Trail- und Abfahrtsspaß ohne Ende ohne Dich berauf zu quälen. In moderatem Gelände bist Du mit einem hochwertigen Hardtai wie dem Cube Elite Hybrid allerdings nach wie vor bestens ausgerüstet.

Im Ernst: Jedes E-Enduro klettert selbst mit einem mäßig trainierten Piloten schneller als ein auschließlich vom durchtrainierten Marathonisti befeuertes Race-Hardtail. Insofern wundert es nicht, das Bikes um die 150 Millimetern Federweg mittlerweile einen Großteil des E-Fully Angebotes ausmachen, da sie Spaß bei allen Gelegenheiten versprechen und dementsprechend gefragt sind. Sicherlich braucht nicht jeder so ein Rad, wer sich aber vom Arbeitsweg über den Hometrail bis zum Bikepark oder Alpencross alle Möglichkeiten offen halten will, ist in dieser Klasse sicherlich gut aufgehoben.

Hast Du grundsätzlich geklärt, wohin die Reise gehen soll, solltest Du folgende drei Grundregeln unbedingt beherzigen. Los geht´s:

Bleibe realistisch! Du möchtest ein richtig gut ausgestattetes E-Hardtail für 2000 Euro kaufen?  Viel Spaß beim Suchen! Allein auf die Antriebseinheit entfallen je nach Modell bis zu 1500 Euro – Du kannst also davon ausgehen, dass ein E-Mountainbike für 2000 Euro mit den Komponenten eines Einsteigerbikes aus der 500 Euro-Klasse ausgestattet sein wird.

Geht schon: Das Cube Acid Hybrid Pro ist ein entspannter Allrounder für gemäßigtes Terrain. Auf etwas anspruchsvolleren Trails kommst Du aber aufgrund der Geometrie und Austattung aber schnell an Deine Grenzen.

Solch ein Bike wird Rad- Feld- und Forstwege locker meistern, spätestens auf dem ersten technischen Singeltrail wünschst Du Dir dann aber, Du hättest ein paar Euro mehr in die Hand genommen und unter anderem in ein Federgabel investiert, die ihren Namen auch verdient. Nicht umsonst sagt der Volksmund:

Spare nicht am falschen Ende! E-Bikes eröffnen neue Perspektiven. Mit der bei Standartbikes oft verschmähten Plusbereifung werden unfahrbare Trails werden plötzlich kinderleicht, Downhills werden auch mal andersherum befahren, Touren werden länger und Du bist eigentlich immer schneller unterwegs als vorher. Umso ärgerlicher, wenn die Austattung Deinen frisch entfachten Spieltrieb regelmäßig ausbremst. Ein bockiges Einsteigerfahrwerk oder ständig überforderte Bremsen stören den Spaß am Biken massiv- im Zweifelsfall gilt: Lieber perspektivisch denken und in Material investieren, dass Deinen mit Sicherheit wachsenden Ansprüchen auch in der nächsten Saison noch gewachsen ist.

Du suchst ein Bike für alle Fälle? Das Cube Stereo Hybrid 160 Action Team mit Fox Factory Fahrwerk, Sram EX 1- Schaltung, Shimano Saint Bremsen und Bosch Performance CX Antrieb vereint ein super Preis-Leistungs-Verhältnis mit Top-Performance. Ein toller Spielgefährte für alle Gelegenheiten!

Klebe nicht am Testbericht! Natürlich gibt es gute und weniger gute Bikes, aber: Nur weil ein Bike einen Testbericht gewonnen hat, macht es das noch lange nicht zum perfekten Bike für Dich. Natürlich kann ein professioneller Test Aufschluß über die Qualität und Funktion bestimmter Parts und Bikes geben. Bedenke aber, dass jeder Hersteller das Thema E-MTB individuell umsetzt und am Ende das Gesamtpaket Spaß machen muß. Nimm Dir also die Zeit und fahre Probe. Und wenn Du Dich auf einem Bike irgendwie unwohl fühlst, weil Dir die Geometrie, oder die Antriebscharakteristík nicht passt, hör auf Dein Bauchgefühl und lass die Finger davon – egal, wie gut es von irgendeinem Redakteur bewertet wurde. Lasse Dich im Gegenzug nicht davon abschrecken, ein nicht ganz so gut getestetes Bike auszuprobieren. Es könnte genau das Richtige für Dich sein! Denn Geschmäcker sind bekanntlich stets verschieden…

Fassen wir zusammen: Die meisten von uns wird ihr neues E-Bike über Jahre begleiten. Deshalb solltest Du genau wissen, was Du von Deinem zukünftigen Bike erwartest und die Messlatte nicht zu tief anlegen, sonst stehst Du im nächsten Jahr wieder im Bikeladen. Fest steht: Moderne E-Mountainbikes sind super Allrounder und können süchtig machen  Wir wünschen Dir viel Spaß mit Deinem neuen Bike. Und vergiß bei aller Grübelei bitte nicht die alte Weisheit: Das Schönste am Radfahren ist das Radeln selbst 🙂 …

Von Erik Neugebauer

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bosch Kiox

Der neue Bordcomputer von Bosch: Kiox Display 2019

Darauf haben wir gewartet: Das neue Kiox Display von Bosch kommt mit Bluetooth Schnittstelle und bietet Ebikern damit allerlei nützliche Funktionen zur Analyse und Verbesserung des eigenen Fitnesslevels.

Bosch Kiox

© Bosch

Das vor allem für sportive Ebiker interessante Kiox-Set besteht aus einem kratzfestem Farbdisplay mit einer praktischen Magnethalterung und separater Bedieneinheit.

Es liefert Fahrdaten zu Geschwindigkeit, Herzfrequenz, Akkuladung und vielem mehr. Mit der separaten Remote Compact Fernbediehnung am Lenker hat der Biker stets alle Informationen im Griff. Zudem ist der Kiox Bordcomputer ist optisch ein echter Hingucker: Klein, handlich und stylisch!

Kiox Highlights:

Kratzfestes Display mit perfekter Lesbarkeit

Mit dem Kiox Display hast du die perfekte Lesbarkeit selbst bei starker Sonneneinstrahlung. Und dank der Hintergrundbeleuchtung, die sich an den Lichtverhältnissen anpasst, ist das 1,9″ große, transmissive Farbdisplay auch bei Dunkelheit gut ablesbar. Der Display Schutz wird durch kratzfestes Gorilla Glas gewährleistet.

Magnethalterung

Die praktische Magnethalterung ermöglicht ein einfaches Abnehmen und Anbringen des Bordcomputers.

Service:

Eine Anzeige informiert dich über den nächsten Servicetermin – und sorgt so für Werterhalt und Langlebigkeit der Fahrradkomponenten. Der Fachhändler kann für Software-Updates das DiagnosticTool ganz einfach über USB verbinden. Außerdem bietet die Bluetooth Low Energy Schnittstelle zudem die Möglichkeit, Software-Updates ohne Kabelverbindung auf den Bordcomputer zu laden.

Alle Funktionen des Kiox

  • Training Vernetze das Kiox via BLE (Bluetooth Low Energy) um Dich mit einem optionalen Herzfrequenzmesser zu verbinden. So sind Kiox-Nutzer stets über den aktuellen Pulsbereich informiert
  • Licht: Schalte dein angeschlossenes Licht bequem über die mechanische Taste am Kiox ein.
  • Einstellungen: Über die Statusübersicht können Einstellungen einfach und schnell geändert werden.
  • Lademöglichkeit: Über die USB-Schnittstelle können externe Geräte geladen werden, zum Beispiel das Smartphone.
  • Schiebehilfe: Die 2-stufige Funktion unterstützt beim Schieben des eBikes mit bis zu 6 km/h – egal ob mit oder ohne Gepäck oder beim Überwinden von Hindernissen.
  • Distanzmessung/Radumfang: Die Feineinstellung des Radumfangs kann per Tastendruck selbst vorgenommen werden. So sind auch nach dem Wechsel des Reifens hochgenaue Distanzmessungen möglich.
  • DualBattery Support: Der Ladestand beider Batterien wird in der Statusübersicht angezeigt und liefert so wertvolle Informationen.
  • Sprachassitent: Deutsch, Englisch, Niederländisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Dänisch, Schwedisch oder Portugiesisch.

E-MTB mit Kiox

E-MTB Modelle mit dem neuem Bosch Kiox Display.

Bosch Schnell-Ladegerät

Zusätzlich hat Bosch für die Saison 2019 ein schnelles Ladegerät heraus gebracht. Das neue Schnell-Ladegerät lädt den Akku mit 6A Ladeleistung deutlich schneller voll, als das Standard-Ladegerät. Der Bosch Fast Charger kann ab den Herbst 2018 bei uns erworben werden.

Trek Neuheiten: Madone SLR 2019 – Project One ICON

Die neuen Trek Madone SLR 2019 Serie mit einzigartigen Designs. Project One ICON ist eine Kollektion von Premiumlackierungen, jede einzelne Ausdruck höchsten künstlerischen Geschicks im Custom-Bike-Bereich. Jede ICON-Lackierung ist Beleg für höchste Kunstfertigkeit im Umgang mit Pinsel und Farbe und spiegelt die Leidenschaft wider, mit der Treks erfahrensten Project One-Künstler ihr Handwerk ausüben. Diese Lackierungen sind exklusiv für die Madone SLR-Plattform erhältlich.

„ein knallgrünes Fahrrad willst du dir jetzt jahrelang antun?“ Das wird wohl bei der neuen ICON-Lackierung von Trek niemand mehr sagen.

Candy Emerald Green

Trek Madone SLR 2019

Dieses Farbschema schafft eine beneidenswerte Ästhetik und zeichnet sich durch die zweifache grüne Färbung gepaart mit Logos in Candy Green und einem hochglänzenden Finish aus. Wenn Grün im Allgemeinen „Los!“ bedeutet, steht dieses Grün für „Attacke“.

Refliptive Amethyst/Bright Green/Purple Flip

© trekbikes.com

Hier der dominante Farbton: purple flip

© trekbikes.com

Eine andere Lackierung? Fehlanzeige! Hier haben wir nur einen anderen Lichteinfallwinkel und das Bike bekommt einen ganz anderen Schimmer. Cool, oder nicht?

Trek Madone SLR9 Disc

Trek Madone SLR ICON

Trek Project One: Brushed Liquid Metal

Project One ICON

Hier ein kleiner Auszug der aktuellen Kollektion von Premiumlackierungen ICON.

Uns hat der Besuch auf der Trek-Messe vor allem auch durch die neuen ICON-Lackierungen überzeugt. Jetzt warten wir noch gespannt auf Eure Meinung.

Der Nachbrenner: Das Haibike FLYON 2019 mit TQ Motor 120 Nm und 630Wh Akku

HAIBIKE präsentiert jedes Jahr zur Eurobike seine Ebike Neuheiten. Diesmal überraschte der Hersteller Publikum und Journalisten mit der neuen FLYON 2019 Serie. Ein neuer bärenstarker Antrieb mit 120 Nm Drehmoment, 630Wh Akku, neuem Display und vielem mehr.

Haibike FLYON 2019

Speziell abgestimmter TQ-Antrieb

Der starke TQ-Antrieb wurde speziell auf Haibike-Bedürfnisse angepasst. Der eigens für Haibike entwickelte Antrieb HPR 120S schafft stolze 120 Nm Drehmoment und eine Unterstützung bis zu 500%. Der entwickelte Antieb der Firma TQ ist damit der stärkste eBike Antrieb auf dem Markt. Zu den neuen Haibike Flyon Modellen>>

Neuer Akku

SkidPlate + Akku entfernen – Bildquelle: Haibike

Die Haibike Flyon Serie bekommt außerdem einen neuen großen Akku aus dem Hause BMZ. Der 630 Wh starke Akku lässt sich durch das Entfernen der SkidPlate am Motor nach unten entnehmen. Ein neu vorgestelltes Schnelladegerät von Haibike mit unglaublichen 10A soll den Akku in einer Stunde zu 80% laden.

Neues Display

Haibike Flyon Display

neues Display – Bildquelle: Haibike

Das neue Haibike-Display bietet neben dem Anpassen der Anzeige einige Fitnessfunktionen. Ein weiteres Feature ist die Farbveränderung des Displays je nach Unterstützungsstufe. Auch nett gemacht: Je höher die Geschwindigkeit, desto größer wird die Geschwindigkeitsanzeige dargestellt.

Ab sofort: In unseren Shop findet ihr die neuen Haibike Neuheiten 2019.

Euer Fun Corner Team

Trek Ebike Akku 2019

Trek E-MTB 2019 mit Removable Integrated Battery-System

Nachdem Cube letztes Jahr die Powertube Akkus von Bosch erstmalig in seinen E-Mountainbikes verbaute, zieht Trek jetzt mit dem Removable Integrated Battery-System für die neuen E-MTB-Modelle 2019 nach. Wir stellen euch hier ein paar der neuen E-MTB Modelle von Trek mit dem neuen integrierten Akku mal kurz vor.

Der Bosch Powertube – Akku ist komplett integriert und lässt sich sehr benutzerfreundlich seitlich entnehmen. Insgesamt wirkt das Removable Integrated Battery – System (RIB) sehr ausgereift:  Dem Akku wurde sogar ein praktischer Tragegriff spendiert.  Das neue System kommt sowohl in den Aluminium- als auch in den Carbonmodellen zum Einsatz und ist insbesondere für Fahrer, die Ihren Akku oft zum Laden entnehmen müssen ein echter Tip. Trek – typisch ist die tolle Verarbeitung der Rahmen, die optisch clean und edel wirken. Beispielhaft dafür ist das Powerfly 9.9 LT Plus! Schick, nicht wahr?

Die ersten E-MTB Modelle mit dem neuen Removable Integrated Battery-System, wie das Trek Powerfly 5 und Powerfly FS 7 stehen bei uns zur Probefahrt bereit. Wenn Du auf der Suche nach einem schicken und leistungsfähigem Ebike mit durchdachten Detaillösungen bist, ist das Powerfly genau das Richtige für Dich. Probier´s aus!

Dein Fun Corner Team

 

Das Trek Checkpoint Gravelbike – Her mit dem Schotter!

Okay, okay: Trek hat sich Zeit gelassen mit der Präsentation seines ersten reinrassigen Gravelbikes. Wer sich als Gravel-Fan erster Stunde in den letzten Jahren auf eines der Bikes aus Wisconscin schwingen wollte, sah sich einer Flut möglicher Weggefährten gegenüber –  vom Endurancebike Domane über Crockett und Crossrip, ja sogar bis hin zum altgedienten 520er: Irgendwie alles ganz okay, aber auch nie so ganz das Wahre. Schluss damit: Das Trek Checkpoint ist da und soll die auch hierzulande stetig wachsende Schotter-Szene aufmischen. Aber was kann das Schätzchen und warum solltest Du Dir eines zulegen?

Trek Checkpoint

Ist es nicht schön??? Als Gravelbike konzipiert, macht das Checkpoint auch in urbaner Kulisse eine äußerst gute Figur. Das Tolle: Mit dem Chekpoint lässt Du jedes Ebike stehen und kannst locker im Verkehr mitschwimmen. Damit eignet sich das Bike auch hervorragend für den Weg zum Arbeitsplatz. Oder zum Picknick. Oder wohin Du willst…

Eines vorweg: So ein Gravel Bike ist eine super Sache! Warum? Darum: Vor einigen Jahren kam eine kleine Gruppe von Rennradfahrern aus dem mittleren Westen der USA auf die lustige Idee, ihre Rennen auf die landschaftlich reizvolleren und dort weit verbreiteten Schotterstraßen (Gravelroads) zu verlegen. Dies verlangte jedoch nicht nur nach enormer Leidensfähigkeit der Pedaleure, sondern brachte auch so manchen leichtgewichtigen Rennhobel schnell ans Limit. Jeder, der sich infolge leichter Orientierungsdefizite schon einmal mit 23er Reifen auf einem Feldweg wiederfand, weiß warum!

Gravelbiken erinnert ein bisschen an Mountainbiking in den neunziger Jahren. Man fuhr einfach mit dem Rad raus in die Natur und ließ sich überraschen. Diese ursprüngliche Freude am Biken und Entdecken macht Gravelbiken so be-sonders. Probier es doch mal aus!… Foto: Trek Bikes/USA

Also mussten neue Race-Bikes her, die trotz Racelenker eine entspanntere Geometrie als Crosser oder Rennräder bieten sollten.  Angesichts der schmoddrigen Pisten sollten auch noch breite Reifen und Scheibenbremsen dran, et voilá: das Gravelbike war geboren! Und mit Ihm eine Bikegattung, die dem geneigeten Piloten mit jeder Tour ein Grinsen ins Gesicht zaubert, das bis in die späten Abendstunden anhält. Denn mit einem Gravel-Bike bist Du fast so schnell in der Natur wie mit einem reinrassigen Racer. Wenn nun aber ein schöner, lichtdurchfluteter Waldweg von der Straße abzweigt, oder die leuchtende Sommerwiese am Firmament nur über einen verschwurbelten Feldweg zu erreichen ist, brauchst Du nicht mehr stumpf daran vorbeizuorgeln. Nö, Du biegst einfach ab und schon beginnt das Abenteuer. Da Du viel schneller unterwegs bist als auf einem Trekkingbike, schaffst Du am Nachmittag locker Deine 50 bis 80 Kilometer und kannst Dein Umland völlig neu entdecken. Toll, nicht? Und genau dafür ist das Checkpoint gemacht.

Gravelbike

Wenn’s sein muss, mutiert das Trek zum Packesel: Durch zahlreiche Befestigungsmöglichkeiten kannst Du Dein Checkpoint zu einem echten Freund für alle Fälle aufrüsten: Dann steht weder der großen Reise noch ausgiebigen Wintertouren etwas im Weg… Foto:Trek Bikes/USA

Damit Dir dabei nicht die Puste ausgeht, hat das Trek Checkpoint jede Menge Features an Bord, die Dir unterwegs das Leben leichter machen. Drei Flaschenhalter? Yes, Sir! Gepäckträger- Lowrider- und Schutzblechösen? Jawohl, Sir! Das Checkpoint empfiehlt sich damit als „One for All“ Bike für all Diejenigen, die in kurzer Zeit möglichst viel Landschaft jenseits der immer gleichen Pfade „inhalieren“ wollen und keine Lust darauf haben, sich von einem der hochgezüchteten Spezialisten auf dem Rennrad- und Mountainbikemarkt vorschreiben zu lassen, wohin die Reise heute geht.

Mitgedacht: Das horizontal verschiebbare Ausfallende am Trek Checkpoint emöglicht Dir, den Radstand und damit auch das Fahrverhalten nach individuellen Vorlieben einzustellen und das Bike sogar als Singlespeeder zu bewegen. Die Form der rechten Kettenstrebe ist der großen Reifenfreiheit trotz des kurzen Hinterbaus geschuldet. Der Lohn der Mühe: Das Chekpoint verpackt Schlappen bis zu 45mm Breite.  Das zur Steigerung des Sitzkomforts entwickelte Iso-Speed Gelenk bleibt leider den Carbon-Modellen vorbehalten.

Trek bietet das Checkpoint übrigens in verschiedenen Versionen an. Doch egal ob Du Dich für ein luxuriöses Chekpoint SL 6 oder SL 5 mit Carbonrahmen und Iso Speed Gelenk oder ein günstigeres Checkpoint ALR Modell mit Shimano 105er – oder Tiagra Komponenten entscheidest: Du triffst auf jeden Fall eine gute Wahl, denn Spaß machen sie alle! Verdammt viel Spaß…

Halten wir fest:

Du sucht einen Kumpel zum Pferdestehlen? Hier ist er! Das Trek Checkpoint begleitet Dich überall hin, ist für jeden Quatsch zu haben, zickt nicht rum, wenn es anstrengend wird und bringt Dich auch dann noch heile nach Hause, wenn Du Dich mal wieder absolut verfranzt hast. Insofern lautet die eigentliche Frage nicht, warum Du Dir eines zulegen solltest, sondern eher: Warum nicht???

Von Erik Neugebauer

 

Kleiner Fehler-große Wirkung: Was Du über die Reichweite von Ebikes wissen musst!

„Mein Kumpel schafft lässig hundert Kilometer mit dem gleichen Akku und bei mir ist nach fünfzig  Kilometern Schluss – da ist doch was kaputt!“ So ähnlich läuft das jeden Tag bei uns in der Werkstattannahme ab. Okay: Ebikes sind cool, aber gerade bei Ebike – Einsteigern folgt nach der ersten Euphorie über das neuerworbene Schätzchen  nicht selten Ernüchterung angesichts der Reichweite, plötzlich absterbender Motoren oder vorzeitig durchgenudelter Antriebe. „Das kann doch nicht sein!…“ tönt es dann häufig.  Aber, lieber Ebike Neuling, es kann! Und in der Regel liegt es nicht am Bike sondern am Fahrer, denn ebiken will gelernt sein. Also aufgepasst!

Als Moutainbiker weiß Jan: Auch ein Ebike will sorgsam behandelt werden. Gerade Neueinsteiger überfordern aber häufig ihren Untersatz, weil sie nie gelernt haben, schonend und effizient zu radeln.

Beginnen wir mit der Mutter aller Probleme: Gerade Ebike-Novizen bereitet nicht selten die geringe Reichweite des Akkus Kopfzerbrechen. Ein grundlegendes Problem dabei ist, dass nur wenige Ebiker vormals Radsportler waren, und dementsprechend nie gelernt haben, energieeffizient zu fahren. Kein Mountainbiker oder Rennradler käme freiwillig auf die Idee, sich mit einer Trittfrequenz von dreißig Umdrehungen pro Minute eine zwölfprozentige Steigung hochzuquälen. Dort wo bei jeder halbwegs erfahrene Radfahrer ein paar Gänge runterschalten würde, damit die Oberschenkel nicht mittelfristig kollabieren, machen es sich viele Ebiker bequem und hauen einfach den Turbo rein. Damit tun sie sich aber keinen Gefallen, denn der Motor verbraucht dann extrem viel Energie. Merke: Auch Elektromotoren tun sich  schwer, wenn sie viel Drehmoment bei niedrigen Drehzahlen abliefern müssen.

Laurent weiß, wie es geht! Immer fleißig schalten und kurbeln. Dann fühlt sich auch Dein Ebike wohl und belohnt Dich mit großer Reichweite und geringem Verschleiß.

Manche Biker provozieren so in schöner Regelmäßigkeit den Überlastungsschutz des Motors, so das dann kurzfristig erstmal gar nichts mehr geht. Yamaha-Bikes belohnen sowas übrigens mit einem hübschen Fehlercode, der in der Werkstatt ausgelesen und gelöscht werden muss. Die erste Grundregel lautet also: Schalte fleißig um mit einer Trittfrequenz von 70-90 Umdrehungen pro Minute um Energie zu sparen und keine Kraft zu verschwenden. 

Damit schonst Du natürlich nicht nur Deine Energieressourcen sondern auch den Antriebstrang. Klar: Ein größeres Ritzel verschleißt langsamer als ein kleines, da die Kraft besser verteilt wird. Und je mehr Ritzel beansprucht werden, umso länger hält die Kassette. Das ist eigentlich selbsterklärend. Gerade bei Ebikern sieht man aber häufig das Gegenteil, nämlich eine in weiten Teilen neuwertige Kassette, die vorzeitig getauscht werden muss, weil der Biker nur in den oberen Gängen unterwegs ist und die beiden kleinsten Ritzel komplett durchgelutscht hat. 

Vielen Ebikern ist der regelmäßige Reichweitenvergleich ein steter Quell der Freude. Dumm nur, wenn der Kumpel mit seinem kleinen 400er Akku immer weiter kommt als Du. Aber keine Panik: Das ist nur Physik….

Jetzt rührst Du schon fleißig im Getriebe und Dein Kumpel kommt trotzdem immer noch weiter als Du? Kein Problem- beachte einfach Regel Nummer Zwei: Dein Ebike ist kein Auto- also mach Dich locker und hör´auf, zu vergleichen! Vielleicht ist Dein Kumpel einfach etwas kleiner, leichter, geschickter oder flowiger unterwegs als Du und all diese kleinen Unterschiede fallen natürlich beim Ebike viel stärker ins Gewicht als beim Auto. Nehmen wir zum Beipiel das Gewicht: Beim einem 1800 kg schweren Auto beträgt der Gewichtsanteil eines 75kg schweren Fahrers an der gesamten Fuhre gerade mal vier Prozent. Bei einem Ebike macht derselbe Fahrer hingegen 75% des Gesamtgewichtes aus. Zehn Kilogramm mehr oder weniger auf den Rippen schlagen bei dieser Relation natürlich deutlich stärker ins Kontor. Darüber hinaus ist beim Auto die Fahrersilouette vollkommen egal, beim Biken hingegen können schon moderate Unterschiede bei Größe und Kleidung den Luftwiderstand – und damit auch den Stromverbrauch- stark beeinflussen.

Lukas und Jan fahren beide effizient. Doch schon vergleichsweise geringe Gewichts- und Größenunterschiede können die jeweilige Reichweite maßgeblich beinflussen. Deshalb gilt: Locker bleiben, Spaß haben und nebenbei ein bisschen Sport machen! Denn der hauptentscheidende Faktor für die Reichweite ist die Kondition des Piloten!

Kommen wir zu Regel Nummer Drei: Streng´Dich an und mach Sport! Im Ernst: Ebikes sind eine tolle Sache, aber es sind immer noch Sportgeräte und keine Mofas. Natürlich kannst Du Dir auch ans Ebike einen Handwagen basteln, um Deine Oettinger-Kiste stilecht zum Schrebergarten zu chauffieren, das war´s dann aber auch schon mit den Gemeinsamkeiten. Mofa fahren ist wie Chips im Jogginganzug auf dem Sofa in Dich reinzustopfen, Fahrradfahren ist richtig betrieben ein hervorragendes und vor allem cooles Herzkreislauf- und Ganzkörpertraining. Also hock`nicht faul auf Deinem Ebike, wie die Jungs, die den Motor die ganze Arbeit machen lassen und hinterher darüber jammern, das der Akku wieder so schnell aufgegeben hat. Betrachte lieber jede Fahrt als Trainingsintervall, denn kein Drehmoment- und Reichweitengepose ersetzt den Endorphinschub und das Gefühl das sich einstellt, wenn Du schrittweise immer fitter wirst und schließlich die Steigung, die Du vor einigen Wochen noch mit Hängen und Würgen hochgekeucht bist, locker aus eigener Kraft im Wiegetritt hochfliegst. DAS ist Radfahren!!!

Von Erik Neugebauer

 

 

 

 

 

Rotwild 2018 – Evolution auf ganzer Linie

Die Zeichen stehen auf Attacke: Mit dem 2015 vorgestellten Brose Antriebssystem war Rotwild Vorreiter bei der Systemintegration von Ebike-Antrieben. Doch mittlerweile hat die Konkurrenz, allen voran Bosch und Shimano, kräftig aufgeholt. Zeit für die Hessen, einen Schritt weiterzugehen und das technische Niveau erneut kräftig anzuheben. Denn Rotwild ist alles- nur nicht mittelmäßig. Lassen wir uns überraschen…

Auch wenn die Bikes der Dieburger schon immer schick waren, spendierten sie der 2018er Kollektion ein neues Artwork und diverse Innovationen, die den Fahrspaß der solventen Kundschaft deutlich steigern dürfte. Was bleibt, ist der technische Look und die Detailverliebtheit, mit der die Jungs zu Werke gehen. Was für ein Steuerrohr…

Ganz klar: Die Entwicklung des Pedelec-Sektors schreitet mit Riesenschritten voran. Eine eigene Ebike Linie gehört mittlerweile ins Portfolio jedes namhaften Herstellers, schon allein um der Verschiebung der Marktanteile Rechnung zu tragen. Machen wir uns nichts vor: Das E-Bike wird immer populärer und über kurz oder lang werden gerade im hochpreisigen Segment immer mehr klassische City- Trekking- und Mountainbikes zugunsten Ihrer elektrischen Pendants aus den Verkaufsräumen verschwinden. Gerade kleinere Premium-Hersteller wie Rotwild stehen hier unter Druck: Einerseits erwartet die Kundschaft Spitzentechnologie und progressive, wenn nicht gar avantgardistische Detaillösungen. Andererseits besteht bei technologischen Lösungen jenseits des Mainstreams immer das Risiko, von der Konkurrenz links und rechts überholt zu werden.

Ein echtes Kraftpaket, das RX+ Trail Ultra. Das „X „steht übrigens für All Mountain, wohingegen die Race- Modelle am „R“ und die Endurobikes am… na, ratet mal!.. zu erkennen sind.

Es war also höchste Eisenbahn, die Karten neu zu mischen. Und was soll man sagen? Die Dieburger haben in der neuen Saison ein hervorragendes Blatt in der Hand. Da wären zum Beispiel die neuen Drive-T und Drive-S Motoren, die das Spitzendrehmoment von 90 NM nun über ein deutlich breiteres Drehzahlband zur Verfügung stellen. Eine gleichmäßigere Leistungsentfaltung und besseres Temperaturmanagement sollen ebenfalls realisiert worden sein. Auch in Sachen Connectivity ist Rotwild mit dem neuen Marquardt – Display voll dabei:

Schöne neue Welt: Das Marquart-Remote Display verfügt über eine USB-Schnittstelle und kann bei installierter App via Bluetooth LE mit dem Smartphone  kommunizieren.  Einziger Kritikpunkt: Die Ergonomie der Tasten ist aus unserer Sicht noch verbesserungswürdig.

Neuer Akku von Rotwild:

Größter und augenfälligster Trumpf gegenüber der Konkurrenz dürfte aber der in den Ultra- und Pro- Versionen verbaute 660 WH-Akku sein, der nun auch leicht auszubauen ist. Damit dürfte einer der Hauptkritikpunkte der Kundschaft vom Tisch sein. Schließlich kann sich nicht Jeder sein Bike zum Laden und Überwintern ins warme Kämmerlein stellen, Nur die günstige Ausstattungslinie „Core“ wird weiterhin ausschließlich mit dem fest verbauten 518 WH-Akku erhältlich sein.

Soviel Power will verpackt sein! Das wuchtige Unterrohr lässt die enorme Kapazität des Akkus auf den ersten Blick erahnen. Unterhalb der Beschriftung ist der Sicherungsbolzen zu erkennen, der sich rasch mit einem Inbusschlüssel lösen lässt. Die Batterie läßt sich anschließend einfach entnehmen.

Um festzustellen, wie sich die neuen Bikes fahren, haben wir uns gleich das R.X Trail Ultra 27.5 geschnappt und eine Runde um den Block gedreht. Eines fiel dabei sofort auf: Der Antrieb läuft sehr, sehr smoth und liefert selbst in der stärksten Unterstützungsstufe ein recht authentisches Fahrgefühl. Die homogene Leistungsentfaltung macht die Tatsache, auf einem E-MTB zu sitzen, fast vergessen – sieht man einmal davon ab, dass Anstiege nun doch arg leicht zu bewältigen sind. Der Motor schiebt zwar sanft, aber mit Nachdruck an und liefert die Kraft so kontrolliert an das Pedal, dass das Pedalieren zum Quell steter Freude wird. Keine Frage: Dieser Nobelhobel macht wirklich Spaß! Gut gemacht, Jungs!…

Rotwild-E-MTB 2018

Fassen wir zusammen:

Die 2018er Rotwild – Ebikes sind definitiv heiße Eisen. Die hessische Edelmanufaktur belegt eindrucksvoll,  dass auch kleinere Hersteller eine Vorreiterrolle im Ebike-Segment übernehmen können. Rotwild setzt seit jeder auf extraordinäres Design und eigenständige technische Lösungen mit hohem qualitativen Anspruch. Und genau diese Philosophie schlägt sich offensichtlich auch in der neuen Modellpalette nieder.  Getreu dem firmeneigenen Motto: „Nur wer zielstrebig und mutig ist, wird auch erfolgreich sein… “ In diesem Sinne: Viel Erfolg!

Von Tim Whitmore und Erik Neugebauer